7 In Planerliebe

Bullet Journal – auf der Suche nach meinem System.

Bullet Journal - Auf der Suche nach meinem System

Ich liebe Schreibwaren. Ich lieber Planer. Und ich liebe es mit dem Stift zu schreiben und schöne Dinge zu kreieren. Aber ich mag es auch einfach. Einfach und praktisch und alltagstauglich.
Vieles habe ich schon ausprobiert und viele Notizbücher und Planer liegen bei mir – leider ungenutzt – im Schrank. Weil irgendwas nicht passte. Oder ich zu inkonsequent bin. Vielleicht eine Mischung aus beidem. Ich mag es organisiert, aber ich schaffe es bisher nicht, ein System für mich länger als ein paar Tage anzuwenden. Das ist nicht gerade die Form von Organisation, die ich mir wünschen würde. Also suche und teste ich immer weiter.

Ich habe einen Filofax in Personal und einen in Pocket. Aber die Ringe stören mich irgendwie beim schreiben. Ich habe diverse Discbound-Planer (ARC von staples), aber irgendwie sind die nichts für unterwegs. Ich habe ein Travelers Notebook. Aber das ist mir alles zu dick und auch nicht wirklich praktisch zum drin schreiben. Und ich habe ein Bullet Journal. Dem gebe ich gerade wieder eine Chance. Ich versuche mich von dem Gedanken frei zu machen, dass ich für jedes Thema ein eigenes Notizbuch brauche und teste gerade aus, wie eine Kombination aus Life tracker, Blog Planer und to-do-Listen für mich funktioniert.

Das Leuchtturm1917 habe ich schon vor einiger Zeit gekauft und zwischenzeitlich immer mal wieder halbherzig versucht ein System zu finden. Aber wenn man sich nicht voll darauf konzentriert, ist das natürlich zum scheitern verurteilt. Jetzt habe ich alle anderen Planer zur Seite geräumt und versuche es nur mit dem Bullet Journal. Halt, stopp! Nicht ganz. Zusätzlich habe ich mir einen Pocket-Kalender von Leuchtturm1917 bestellt, den ich künftig in der Handtasche dabei haben möchte. Dafür ist mir das A5 nämlich zu groß. Aber die Kombination soll dann alles sein. Kein extra ARC als Blogplaner. Kein extra Kalender für Kundentermine. Und kein extra Project Life Planer um Erinnerungen fest zuhalten. Ob es längerfristig funktioniert? Kann ich noch nicht sagen. Aber ich werde es ausgiebig testen.

In nächster Zeit steht natürlich noch eine große Veränderung an: Die Geburt unseres Sohnes. Mir ist bewusst, dass ich in den ersten Wochen wahrscheinlich nicht zum to-do-Listen schreiben kommen werde. Aber wenn ich irgendwas notieren möchte, soll es seinen Platz im BuJo finden. Und die Termine werden im kleinen Taschenkalender (und parallel im Handy) geplant. Ich muss dann schließlich nicht nur über meine, sondern auch über die Termine unseres Kindes den Überblick behalten. Da brauche ich ein ordentliches System damit nichts untergeht. Und nebenbei arbeiten und bloggen möchte ich irgendwann auch wieder…!

Bullet Journal - Future Log - Calendex - Haushaltstracker

Bullet Journal – Kunstwerk oder Alltagstauglich?

Viele werden in ihrem Bullet Journal richtig kreativ und toben sich aus. Brush Lettering, Doodles und wunderschöne Zeichnungen. Sieht toll aus, funktioniert bei mir im Alltag aber nicht. Wie soll ich planen, wenn ich erst mal eine halbe Stunde zum zeichnen brauche? Also stelle ich das „Schöne“ hinten an und konzentriere mich zunächst auf die Funktionalität.
Ohne gerade Linien gehts aber definitiv nicht, also werden die immer schön mit dem Lineal gezeichnet. Schlichte Überschriften in Großbuchstaben dürfen es auch sein und etwas Farbe gibt es durch meine Tombow Brush Pens. Funktional muss ja nicht hässlich sein. Aber es sollte nicht mehr Zeit fürs drumherum als für die Planung selbst drauf gehen. So zumindest meine Meinung. Wie siehst du das?

Basis-Seiten in meinem Bullet Journal

Angefangen bin ich mit einem einfachen future Log. Man hat eine Übersicht über alle Monate und kann Termine, die weit in der Zukunft liegen, da eintragen. Wer ausschließlich ein BuJo nutzt, kann auf so eine Übersicht kaum verzichten. Ich habe die Termine theoretisch auch im Handy (und bald im Pocket-Kalender), aber finde es trotzdem praktisch, sie auch im großen Planer zu notieren. Dann gehen sie auf keinen Fall unter. Aktuell habe ich mich gegen Geburtstage in dieser Übersicht entschieden. Das würde schnell sehr voll werden und die notiere ich mir dann, wenn es so weit ist, im betroffenen Monat.

Bullet Journal - Future Log

Als nächstes folgt der/das Calendex. Bei BohoBerry gibt es eine » Erklärung zum Calendex, falls du es ganz genau wissen möchtest. Ob ich das Calendex auch in der eigentlichen Funktionsweise nutzen werde, weiß ich noch nicht. Das muss ich austesten. Irgendwie ergibt es für mich keinen Sinn, Termindetails irgendwo bei einem Tag zu notieren und dann im Calendex darauf hinzuweisen.
Ich nutze diese Jahresübersicht um einen Überblick über wiederkehrende und wichtige Ereignisse zu haben. Ich markiere also z.B. meinen letzten Zahnarztbesuch und diverse andere Arzt-Termine (von mir und bald auch von unserem Nachwuchs). So kann ich schnell nachschauen, wann ich das letzte Mal wo war und wann es wieder Zeit wird. Rote Punkte sollen anzeigen, dass an dem Tag eine Haushaltsaufgabe erledigt wurde. Welche kann ich auf der nächsten Seite nachschauen.

Bullet Journal - Calendex

Nach dem Calendex folgt nämlich mein Haushaltstracker. Dort trage ich ein, wann zu letzt eine von den „großen“ Aufgaben im Haus erledigt wurde. Sowas wie Fenster putzen oder Kühlschrank auswischen. Im betroffenen Monat wird dann das entsprchende Datum notiert. Häufiger als 1x im Monat werden die Aufgaben wohl kaum erledigt werden. Deswegen hoffe ich, dass die Übersicht so funktioniert.

Bullet Journal - Haushaltstracker

So viel erst mal zu den allgemeinen Seiten. Im nächsten Beitrag zeige ich dir dann, wie ich meinen Monat und meine Woche plane. Interessieren dich sonst noch Details aus meinen hier gezeigten Seiten?
Nutzt du ein Bullet Journal? Und wenn ja, nutzt du nur dieses oder hast du parallel noch andere Planer?

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7 Kommentare

  • Reply
    Sandra
    19. Februar 2017 at 14:58

    Ich benutze seit Jahren irgendeine Art von Kalender für meine persönlichen Termine und kleinen Aufgaben, die ich nicht vergessen darf. Es müssen aber auch wichtige berufliche Termine hinein passen, damit ich weiß, dass ich an diesen Tagen privat weniger oder gar ncihts planen darf. Wenn ich so Termine nicht wenigstens kurz im persönlichen Kalender vermerke, dann würde bei mir alles drunter und drüber gehen.

    Als Lehrerin habe ich für die Schule natürlich noch einen Lehrerkalender – da hardere ich aber mit mir selbst, da mir der, den ich jahrelang verwendet habe, einfach nicht mehr gefällt und der, den ich mir für dieses Schuljahr gekauft habe überhaupt nichts für mich ist, ich gar nicht mit klar komme, also muss fürs nächste Schuljahr wieder was anderes her, aber was?!

    Für mich ist es wichtig, dass mein persönlicher Kalender fertig ist. Also alle Tage und Wochen und Monate eingetragen sind. Ich habe keine Zeit, da hübsch selbst etwas zu zeichnen. Und ehrlich gesagt, auch keinen Nerv zu. 2016/17 habe ich zum ersten Mal den Happy Planner von Me and My Big Ideas verwendet. Der ist so schon hübsch, aber wenn ich Zeit und Lust habe, kann ich ihn noch zusätzlich gestalten. Mittlerweile gibt es ihn ganz klassisch in horizontal oder eben mit drei vertikalen Feldern. Diese sind für mich top. Da kann ich ein Feld für persönliche Termine, eins für berufliche und eins für Dies und Das und Aufgaben verwenden. Ich komme super mit ihm klar und werde mir auch wieder einen neuen davon besorgen. 😀 Die Ringe stören mich gar nicht, da nehme ich einfach ein Blatt raus, wenn sie mich beim Schreiben stören.

    Aber ich möchte auch ein Journal machen für tägliches oder mantliches Tracking. Ich habe online so viele Ideen gesehen, die mir gut gefallen. Egal, ob es die Stunden sind, die ich geschlafen habe, die ich gelesen, gearbeitet oder sonst was gemacht habe. Oder monatlich, wann ich beim Sport war, wann ich gesund gegessen habe, etc. Dafür fehlt mir aber noch eine Idee…
    Auch möchte ich dieses Jahr eine Art Lesetagebuch erschaffen, mal sehen, ob das was wird. Ich habe mir da schon ein Heftchen bestellt und habe Ideen, ob es klappt? 😀

    Ich wünsche dir noch eine schöne Rest-Schwangerschaft!

    Lieben Gruß,
    Sandra

    • Reply
      Ulli
      20. Februar 2017 at 9:21

      Danke für deinen langen Kommentar und die guten Wünsche! 🙂

      Der Happy Planner ist wirklich hübsch und bietet viel Spielraum für persönliche Gestaltung. Ich habe ja auch Printables im ähnlichen Stil hier auf dem Blog und habe die auch eine Weile genutzt. Aber für unterwegs ist mit A5 einfach zu groß. Das ist dann auch nur ein Schreibtischplaner bei mir. Und was ich immer schade fand: Wenn ich mal 1-2 Wochen nicht wirklich zum planen kam, waren die Seiten einfach leer, aber ja trotzdem vorhanden. Beim Bullet Journal schreibe ich einfach nur die Tage auf an denen ich auch plane. Dadurch verschwende ich keinen Platz, was ich gerade sehr angenehm finde. Ob es auf Dauer so für mich funktioniert, muss ich auch noch rausfinden.

      Bei Lehrerplanern kenne ich mich leider nicht so aus. Muss das denn etwas besonderes sein? Bei facebook in den Gruppen sieht man sonst ja auch manchmal welche, die einen Happy Planner oder Filofax nutzen. Bei letzterem müsste man dann „nur“ das passende Layout finden.

      Für tägliche und monatliche Tracking ist ein Bullet Journal natürlich bestens geeignet. 😉
      Auch ein Lesetagebuch ließe sich da gut drin umsetzen. Dann bräuchte man nicht mehrere Bücher nutzen.
      Ich hoffe, du findest das passende System für dich!

  • Reply
    Lux und Poppy
    20. Februar 2017 at 17:19

    Vielen Dank für deinen lieben Kommentar! Dein Bullet Journal sieht soooo toll aus – ich finde den überhaupt nicht „unschön“ oder so, sondern richtig hübsch! 🙂

  • Reply
    Sabrina
    20. Februar 2017 at 18:50

    Ich bin ja auch genauso wie du immer wieder mal umgestiegen und habe probiert. Obs nun das X17 war oder Filofax in Pocket/Personel/a5 oder Doris, aber auch sture kaufkalender. Mit nichts wurde ich wirklich warm. 1-2 Wochen wenns hochkommt 2 Monate wurden diese genutzt. Danach? mehrere Seiten ungeschrieben und dann wieder mal bissel was.

    Jetzt habe ich seit August 2016 mein Bujo. Erst hatte ich nur ein normales Blanko buch, das war dann fast voll zum Jahreswechsel, da hab ich mit ein Cedon gekauft, auch Dotted, tolles Papier, viele Seiten (ein a6 Leuchtturm ist dennoch eingezogen XD Das wird wohl für Termine herhalten)

    Ich muss sagen. Es klappt! Erst hatte ich einfach Dailys. Abends 5-10 Minuten hingesetzt, was möchte ich morgen erledigen, welche Termine stehen an ect. Dann hab ich Weeklies auf 2 Seiten. Jetzt aktuell bin ich bei Weeklies auf 1 Seite. Da hat meine todo, meine termine, mein wochenessensplan und die Einkaufsliste platz. (wenn die uni wieder anfängt wird es wohl wieder auf 2 Seiten wandern)
    Tracker, Große Listen, ect einfach da wo grad platz ist. (bzw hinten dran) alles im Inhaltsverzeichnis eintragen und fertig.

    ICH LIEBE ES! Endlich fühl ich mich zuhause, verpasse keine Termine mehr und joar.
    Wenn du magst auf Youtub hab ich unter Sayuchan85 mein ich ein kleines BulletJournal Video 😀
    Es passt auch eifnach perfekt mit Kind und Kegel 😀 ich hab endlich alle Termine im Blick *wuhuuu*

  • Reply
    Manuela
    1. März 2017 at 10:44

    Liebe Ulrike,

    oh, was für ein interessanter Beitrag… ich habe früher immer so gerne „Terminplaner“ in meiner Tasche gehabt…ich liebe wie Du Planer und vieles handschriftlich festzuhalten (trotz der ganzen technischen Möglichkeiten heutzutage) irgendwie ging das die letzten Jahre verloren und ich habe ein System das mir nicht so gefällt. Ein Whiteboard an der Wand , ein Wochenplan, Termine und ToDos teilweise im Outlook und dann wieder auf Notiz-Zetteln… das bin irgendwie nicht ich… daher freue ich mich über Deinen Beitrag, da Du meine Liebe zu „Planern“ wieder geweckt hast und ich mich nun mal dran machen werde mir ein System auszudenken, welches ich immer bei mir tragen kann .

    Liebe Grüße
    Manuela

  • Reply
    Manuela
    1. März 2017 at 10:59

    P.S. ich bin selber kreativ und habe Freude daran , vieles zu gestalten, allerdings sehe ich es bei einem Bullet Journal wie Du. Es soll schlicht, einfach und alltagstauglich sein. Für mich persönlich wäre das „Zeitverschwendung“ es noch aufzuhübschen… und man kann ja dennoch den ein oder anderen Sticker aufkleben, oder wie Du es gemacht hast mit Farbe die Überschriften etc.
    Deswegen finde ich Dein Journal ehrlich gesagt perfekt 🙂 — werde vielleicht in diese Richtung eins gestalten.. Danke fürs Zeigen und die Inspiration.

    LG Manuela

  • Reply
    Fashionqueens Diary
    15. April 2017 at 7:27

    Ich finde die bei anderen immer total schön, brauche aber meine „gedruckte“ Version. Da bin ich zu perfektionistisch. Wenn ich mich mal verschreiben würde o.ä., hätte ich Angst, dass es mir danach nicht mehr gefällt und ich es nicht mehr nutzen mag^^ Doof, aber so bin ich da nun einmal 🙂

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